Der junge Dolf Reichenbach steht im Freien neben seiner Mutter Margarete und seinem Vater Paul
Dolf, Margarete und Paul Reichenbach · vor 1935

26. November 1938 · Carlton Hotel, St. Moritz

Die Reichenbachs aus Halberstadt und Wernigerode

Ein Sohn schreibt seiner Mutter, dass sie noch immer ein Mensch ist. Vier Tage zuvor wurde sein Cousin Fritz in Buchenwald ermordet. Fast ein Jahrhundert lang verkaufte die Familie Kleidung im Harz. Dieses Archiv zeichnet nach, was sie aufbauten, was ihnen genommen wurde und wer überlebte.

Ein junger Paul J. Reichenbach sitzt an einem Schreibtisch und schreibt, während er an einem Schnurtelefon spricht

In Erinnerung an Paul J. Reichenbach · 1952 – 2026

Er baute mit Jugendlichen jüdisches Leben auf — im Camp und in Israel.

Die Familie Reichenbach

Halberstadt, Deutschland

Zwei Minuten. Der Brief, die Geschäfte, die namentlichen Spuren, die 1942 abbrechen, und die Familie, die zurückkehrte, um sich ins Goldene Buch von Halberstadt einzutragen.

Erstes erhaltenes Blatt, direkt fotografiert. Dolf schrieb diese Zeilen am 26. November 1938 an seine Mutter Margarete. Es ist nur die erste Hälfte des Briefs; das zweite Blatt vervollständigt seine Nachricht.DOC-LETTER-1938-P1

Zwei handgeschriebene Blätter, von der Familie bewahrt

Mit Dolfs Brief begann dieses Archiv.

“Es ist draussen auch schön ohne Geld, man ist wieder Mensch, bedenke das immer.”

“It’s also nice outside without money, one is a person again, always keep that in mind.” English translation by Rabbi Dr. Esther Jilovsky

Die erhaltenen Blätter wurden zum Ausgangspunkt der Fotografien, Zeugnisse und Akten, die hier versammelt sind. Der englische Text bleibt die Übersetzung von Rabbinerin Dr. Esther Jilovsky.

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