Er führte die Därmehandlung M. Reichenbach.

Kurt Reichenbach, gut-casings merchant

In Halberstadt belegt, 1928–1941

Dieser Kurt führte die Därmehandlung M. Reichenbach in Halberstadt. Das Adressbuch von 1928 verzeichnet ihn in der Sedanstraße 62 und die Firma in der Gerberstraße 12 — auf denselben Seiten, die den anderen Kurt beim Bekleidungshaus nennen.

Das Halberstädter Adressbuch von 1928 führt den Kaufmann Kurt Reichenbach in der Sedanstraße 62 und verbindet ihn mit M. Reichenbach, der Därmehandlung in der Gerberstraße 12. Auf denselben Seiten erscheint ein anderer Kurt Reichenbach beim Bekleidungshaus J. Reichenbach am Lindenweg 42. Die verschiedenen Geschäfte und Adressen zeigen, dass das Adressbuch zwei Männer gleichen Namens erfasste.

Eine Handelsregisterbekanntmachung von 1916 zu Halberstadt HR A 934 nennt den Kaufmann Moritz Reichenbach als Inhaber von M. Reichenbach und verzeichnet Prokura für seine Ehefrau Mathilde geb. Löwenthal. Das Paar lässt sich nun dem Quedlinburger Haushalt zuordnen, der auf dem Halberstädter Friedhof dokumentiert ist. Das Adressbuch von 1928 verbindet Moritz mit der Firma in der Sedanstraße 81.

1938 wird der Kurt aus der Därmehandlung an den Geschäftsräumen in der Gerberstraße 12 und privat in der Sedanstraße 81 geführt — jener Adresse, die 1928 mit Moritz und der Firma verbunden war. Das Straßenregister führt beide Grundstücke unter Reichenbach, K., Darmhändler.

Eine amtliche Arisierungsliste des Landesarchivs Sachsen-Anhalt nennt ausdrücklich „M. Reichenbach, Inh. Kurt Reichenbach (Darmgroßhandlung)“ und Fritz Tittmann als Ariseur. Damit sind Kurt als Inhaber und die geschäftliche Nachfolge belegt. Die Liste sagt nicht, wann oder wie er die Firma übernahm.

Die Familie erinnert diesen Kurt als Sohn von Moritz. Das bleibt eine ausdrücklich zugeschriebene Familienerinnerung: Die belegte geschäftliche Nachfolge und die gemeinsame Adresse beweisen keine Abstammung. Keine bislang gefundene Quelle nennt Kurts Eltern.

Familie und Haushalt

Menschen, die mit diesem Leben verbunden sind

Quellen

Quellen

  • Halberstädter Adressbuch 1928: Kurt Reichenbach, verbunden mit M. Reichenbach, Sedanstraße 62
  • Halberstädter Adressbuch 1928: Moritz Reichenbach, verbunden mit M. Reichenbach, Sedanstraße 81
  • Stadt Halberstadt, Adressbuchauszug 1938: Kurt Reichenbach, Darmhändler, Gerberstraße 12 und Sedanstraße 81
  • Landesarchiv Sachsen-Anhalt, C 28 I f, Nr. 934 Bd. I, Bl. 14: M. Reichenbach, Inhaber Kurt Reichenbach
  • Familienerinnerung, die Kurt aus der Därmehandlung als Moritz’ Sohn bezeichnet; Abstammung unbelegt
  • Deutscher Reichsanzeiger, 3. November 1916: Halberstadt HR A 934, Moritz Reichenbach und Mathilde geb. Löwenthal

Was ungeklärt bleibt

Adressbücher und amtliche Arisierungsliste belegen Kurts Arbeit bei und späteres Eigentum an M. Reichenbach. Die Familienerinnerung bezeichnet ihn als Moritz’ Sohn, doch keine gefundene Quelle nennt seine Eltern. Geschäftliche Nachfolge beweist keine Verwandtschaft. Der Kurt des Bekleidungshauses erscheint in denselben Adressbüchern gesondert an einer anderen Adresse.