Im Friedhofsregister steht er als Moritz Reichenbach, auf dem hebräischen Grabstein seiner Frau Miriam Mathilde als Moshe HaLevi.
Das Register des jüdischen Friedhofs Halberstadt führt Moritz Reichenbach als Kaufmann mit Verbindung zu Quedlinburg und verzeichnet sein Grab in Feld VIII 6 an der Klein Quenstedter Straße.
Miriam Mathilde Reichenbach geb. Loewenthal liegt im benachbarten Feld VIII 5. Ihr hebräischer Grabstein nennt sie die Ehefrau von R. Moshe HaLevi Reichenbach. Der gemeinsame Familienname, die benachbarten Gräber und das Register weisen Moshe HaLevi und Moritz als denselben Ehemann aus.
Das Register verzeichnet außerdem ein Kind Paul Reichenbach, gestorben am 18. Oktober 1904, als Sohn des Quedlinburger Kaufmanns Moritz Reichenbach. Dieses Kind ist nicht Paul Reichenbach (1876–1935).
Ein gesonderter Eintrag im Online-OFB Juden im Deutschen Reich nennt einen anderen Moritz Reichenbach, geboren um 1828, am 5. Februar 1857 als Posamentier in Ballenstedt bezeichnet, an jenem Tag in Halberstadt mit Minna Helft verheiratet und Vater einer 1865 in Ballenstedt geborenen Tochter Franziska. Wegen der abweichenden Namen und Daten setzt diese Seite ihn nicht mit dem Quedlinburger Kaufmann gleich.
Eine Handelsregisterbekanntmachung von 1916 zu Halberstadt HR A 934 nennt Moritz Reichenbach als Inhaber von M. Reichenbach und verzeichnet Prokura für seine Ehefrau Mathilde geb. Löwenthal. Diese Namen verbinden den auf dem Friedhof dokumentierten Haushalt mit der Därmehandlung. Ein Eintrag vom 3. Juni 1929, veröffentlicht am 6. August, verzeichnet das Erlöschen von Mathildes Prokura und erteilt Meta Reichenbach Prokura. Metas Beziehung zu diesem Haushalt bleibt unbelegt. Die Geschäftsunterlagen belegen weder eine Verwandtschaft zur Bekleidungslinie Jacob–Adolf–Paul noch, dass der spätere Inhaber Kurt Moritz’ Sohn war.
Familie und Haushalt
Menschen, die mit diesem Leben verbunden sind
- Miriam Mathilde Reichenbach née Loewenthal · Ehefrau · Feld VIII 5
- Paul Reichenbach · Kind · gestorben 18. Oktober 1904 · Feld D 2
Quellen
Quellen
- Register des jüdischen Friedhofs Halberstadt, übermittelt von Dr. Jutta Dick, Moses Mendelssohn Akademie
- Hebräischer Grabstein von Miriam Mathilde Reichenbach auf dem jüdischen Friedhof Klein Quenstedter Straße in Halberstadt
- Online-OFB Juden im Deutschen Reich, Moritz Reichenbach, ID I192474
- Deutscher Reichsanzeiger, 3. November 1916: Halberstadt HR A 934, Moritz Reichenbach und Mathilde geb. Löwenthal
- Deutscher Reichsanzeiger, 6. August 1929: Eintrag vom 3. Juni 1929, HR A 934, Mathildes Prokura erloschen; Meta Reichenbach erhält Prokura
Was ungeklärt bleibt
Ehe und Eltern-Kind-Haushalt von Moritz/Moshe, Miriam Mathilde und ihrem Kind Paul sind durch die Friedhofsunterlagen belegt. Ihre genaue Beziehung zur Hauptlinie Jacob–Adolf–Paul bleibt ungeklärt. Der Ballenstedter Moritz im Online-OFB ist weder mit diesem Haushalt noch mit der Hauptlinie verbunden worden.