Ihr hebräischer Stein in Halberstadt nennt sie Miriam Mathilde, Ehefrau von Moshe HaLevi Reichenbach. Das Friedhofsregister ergänzt Loewenthal und verzeichnet ihr Grab in Feld VIII 5 neben Moritz. Sie starb am 17. Dezember 1928.
Ihr hebräischer Grabstein nennt beide Namen, unter denen die erhaltenen Quellen sie kennen: Miriam Mathilde. Das Friedhofsregister ergänzt ihren Geburtsnamen Loewenthal und verzeichnet ihr Grab in Feld VIII 5 des jüdischen Friedhofs an der Klein Quenstedter Straße in Halberstadt.
Die Datumszeile wird als 4. Tewet 5689 gelesen. Dieses Datum entspricht dem 17. Dezember 1928 und stimmt genau mit dem Friedhofsregister überein. Damit ist die scheinbare Abweichung gelöst, die entstand, als der erste Buchstabe zunächst vorläufig als Resch gelesen wurde.
Der Stein nennt sie Ehefrau von R. Moshe HaLevi Reichenbach. Das Register verzeichnet Moritz Reichenbach im benachbarten Feld VIII 6 und bezeichnet ihn als Kaufmann mit Verbindung zu Quedlinburg. Es führt außerdem ein Kind Paul, Sohn des Quedlinburger Kaufmanns Moritz Reichenbach, das 1904 starb. Zusammen weisen der hebräische Name, das Register und die benachbarten Gräber Moshe und Moritz als denselben Ehemann aus.
Eine Handelsregisterbekanntmachung von 1916 zu Halberstadt HR A 934 nennt Moritz Reichenbach als Inhaber von M. Reichenbach und verzeichnet Prokura für seine Ehefrau Mathilde geb. Löwenthal. Diese Namen verbinden den auf dem Friedhof dokumentierten Haushalt mit der Därmehandlung. Ein Eintrag vom 3. Juni 1929, veröffentlicht am 6. August, verzeichnet das Erlöschen von Mathildes Prokura und erteilt Meta Reichenbach Prokura. Metas Beziehung zu diesem Haushalt bleibt unbelegt. Die Geschäftsunterlagen belegen weder eine Verwandtschaft zur Bekleidungslinie Jacob–Adolf–Paul noch, dass der spätere Inhaber Kurt Moritz’ Sohn war.
Familie und Haushalt
Menschen, die mit diesem Leben verbunden sind
- Moritz Reichenbach · Moshe HaLevi · Ehemann · Feld VIII 6
- Paul Reichenbach · Kind · gestorben 18. Oktober 1904 · Feld D 2
Quellen
Quellen
- Hebräischer Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Klein Quenstedter Straße in Halberstadt
- Register des jüdischen Friedhofs Halberstadt, übermittelt von Dr. Jutta Dick, Moses Mendelssohn Akademie
- Hebräische Transkription und englische Übersetzung von Rabbiner Daniel Dolph Reichenbach, 9. August 2026
- Deutscher Reichsanzeiger, 3. November 1916: Halberstadt HR A 934, Moritz Reichenbach und Mathilde geb. Löwenthal
- Deutscher Reichsanzeiger, 6. August 1929: Eintrag vom 3. Juni 1929, HR A 934, Mathildes Prokura erloschen; Meta Reichenbach erhält Prokura
Was ungeklärt bleibt
Ihre Ehe mit Moshe HaLevi — Moritz Reichenbach — und ihre Elternschaft für das Kind Paul sind belegt. Ihre genaue Beziehung zur Hauptlinie Jacob–Adolf–Paul bleibt ungeklärt.