Rosalie war die Ehefrau von Ernst Reichenbach. Sie teilte seinen Berliner Haushalt, wurde im August 1944 von der Normannenstraße 2 verschleppt und überlebte.
Rosalie Rosenberg wurde am 5. Oktober 1890 in Berlin geboren. Sie heiratete Ernst Reichenbach und lebte mit ihm in der Hagenstraße 49 in Grunewald, bevor die Verfolgung sie in die Normannenstraße 2 brachte.
Ernst starb dort im November 1942. Eine spätere Transportliste nennt Rosalie unter derselben Adresse im 56. Osttransport, datiert auf den 10. August 1944, Blatt 2, Nr. 35. Eine Karte des American Jewish Joint Distribution Committee nennt stattdessen den 15. August; beide Daten bleiben ihren jeweiligen Quellen zugeordnet.
Mapping the Lives kennzeichnet Rosalie als Überlebende. Das stimmt mit der Familienerinnerung an Ernsts Witwe im Innsbruck der Nachkriegszeit überein. Die erhaltenen Unterlagen zeichnen noch nicht jeden Schritt zwischen dem Transport und diesem späteren Leben nach.
Quellen
Quellen
- Deutsche Volkszählung 1939, Hagenstraße 49
- Liste des 56. Osttransports, 10. August 1944, Blatt 2, Nr. 35
- Karte des American Jewish Joint Distribution Committee vom 15. August 1944
- Mapping the Lives / Überlebendeneintrag des Bundesarchivs
- Familienerinnerung an Rosalie in Innsbruck
Was ungeklärt bleibt
Die Transportliste nennt den 10. August 1944, die AJDC-Karte dagegen den 15. August. Ihr Überleben ist verzeichnet, doch ihr Weg während und nach dem Transport ist noch nicht vollständig rekonstruiert. Sie ist nicht Rosalie geb. Laske in der OFP-Akte 30793.