Reichenbach-FamilienarchivKorrespondenz und ManuskripteRB-PHO-0157

Paul Reichenbach an Rudolf Simonis

Paul berichtet, was er über die Familie in Gröbzig erfahren hatte, und plante, nach Ostern den Friedhof zu besichtigen. Derselbe unterzeichnete Brief ist in der genealogischen Sammlung des Berufsgenealogen Rudolf Jakob Simonis erhalten. Pauls Berichte über die Berezina und Leutnant Katte sind ererbte Überlieferungen, die der Brief wiedergibt, nicht aber unabhängig beweist.

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SerieKorrespondenz und Manuskripte

Deutsche Lesung

J. Reichenbach — Postscheckkonto Hamburg 5173 — Telefon 2116 Halberstadt, 17. April 1935 Herrn Rudolf Simonis Berlin-Friedenau Odenwaldstraße 19 Herr Georg Wollenberg hier hat mir heute Ihren Brief vom 27. März 1935 übergeben. Herr Wollenberg ist ein angeheirateter Vetter und hat sein Wissen nur durch mich erhalten. Gleich nach den Osterfeiertagen werde ich Ihnen ausführlich mitteilen, wo und wie Sie Ihre Nachforschungen anstellen können. Der in Ihrem Besitz befindliche Brief ist derjenige, den ich von der Gemeinde Gröbzig erhalten habe. Es ist sicher, dass unsere Familie zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts in Gröbzig lebte. Sicher ist auch, dass mein Urgroßvater von Gröbzig aus mit den Preußen ins Feld zog und nicht zurückkehrte. Er soll an der Berezina gefallen sein. Ferner steht fest, dass Leutnant Katte auf seiner Flucht vor Friedrich Wilhelm I. vier oder fünf Tage lang von einer Vorfahrin beherbergt wurde. Die Gemeindeakten aus Köthen sollen nicht mehr in Köthen, sondern in Dessau sein. Nach Ostern werde ich sofort nach Gröbzig fahren und vielleicht auf dem dortigen Friedhof feststellen, wie viele Reichenbachs dort begraben sind. Hochachtungsvoll [Unterschrift] [Darunter beginnt ein zweiter Brief:] 4. Februar 1936 An das Stadtarchiv, zu Händen Dr. C. Becker, Halberstadt, Brombergerstraße 4 Wegen längerer Abwesenheit von hier komme ich erst heute dazu, Ihren Brief zu beantworten [Text setzt sich außerhalb des fotografierten Bereichs fort].

Deutsche Wiedergabe der englischen Lesung des Archivs; keine diplomatische Transkription des Originals.

Englische Übersetzung

J. Reichenbach — postal checking account Hamburg 5173 — telephone 2116 Halberstadt, 17 April 1935 Mr. Rudolf Simonis Berlin-Friedenau Odenwaldstraße 19 Mr. Georg Wollenberg here gave me your letter of 27 March 1935 today. Mr. Wollenberg is a cousin by marriage and obtained his knowledge only through me. Immediately after the Easter holidays I shall give you detailed information about where and how you may be able to conduct your research. The letter in your possession is the one I received from the community of Gröbzig. It is certain that at the beginning of the eighteenth century our family lived in Gröbzig. It is also certain that my great-grandfather went into the field with the Prussians from Gröbzig and did not return. He is said to have fallen at the Berezina. It is further established that Lieutenant Katte, while fleeing Frederick William I, was sheltered for four or five days by a female ancestor. The community files from Köthen are said no longer to be in Köthen but in Dessau. After Easter I shall go immediately to Gröbzig and perhaps determine in the cemetery there how many Reichenbachs are buried there. Yours respectfully, [signature] [A second letter begins below:] 4 February 1936 To the City Archive, attention Dr. C. Becker, Halberstadt, Brombergerstraße 4 Because of a prolonged absence from here, I am only today able to attend to your letter [text continues beyond the photographed area].

English of the legible text, prepared for the Reichenbach Family Archive.

Texthinweis

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Archivsignatur
RB-PHO-0157
Datum
17. April 1935
Digitales Bild
1600 × 2133 Pixel
Belegstatus
Primärkorrespondenz; Simonis’ Identität und die archivische Beziehung sind dokumentiert, während die historischen Überlieferungen unbelegt bleiben
Quelle und Provenienz
Familienverwahrte maschinenschriftliche Korrespondenz; ein weiteres Exemplar ist in der Rudolf Jakob Simonis Collection des Leo Baeck Institute erhalten, AR 7019 / MF 551, Series II, Box 3, folder 92, „Reichenbach“.
Bildnachweis
Reichenbach Family Archive
Rechte
Fotografie in Familienbesitz; vom Eigentümer des Archivs zur Veröffentlichung freigegeben.
Bildbearbeitung
Ansichtskopie des Scans oder Archivfotos; Ausrichtung geprüft; keine generative Veränderung.

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Reichenbach Family Archive. “Paul Reichenbach an Rudolf Simonis.” 17. April 1935. RB-PHO-0157. https://www.reichenbacharchive.org/de/objects/rb-pho-0157.

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